Werden wir zu Jungs und Mädchen erzogen?

Veröffentlicht: April 25, 2013 von klaudia354 in Gender
Wir werden zu Mädchen und Jungs gemacht! Spiele Max in Berlin  April 2013

Wir werden zu Mädchen und Jungs gemacht!
Spiele Max in Berlin
April 2013

Schon der Anblick des Spielzeugladens lässt Kinderaugen strahlen. Sie laufen umher und sind scheinbar in Ihrer Traumwelt, in der ihre Grundbedürfnisse befriedigt werden.

Hier können sich, zwischen pinken Regalen voll mit Bügelbrettern, Puppen, Küchen und anderen Mädchenkram, kleine Prinzessinnen entscheiden in welches Rollenbild sie eintauchen möchten.

Doch können sich Kinder in unsrer Gesellschaft diese Rolle aussuchen? Können Sie ohne von uns, den Medien, der Gesellschaft und der Industrie überhaupt voreingenommen entscheiden mit was und wie sie wirklich spielen möchten?

Ein klares Nein, denn ganz Offensichtlich lenken wir unsere Kinder in die gesellschaftliche Rolle und nennen es dann Sozialisation!

Wie sieht wohl ein Junge seine Welt, in der er aufwächst? Er selbst betritt im Spielwarenladen den blauen, für ihn bestimmten, Bereich. Dort findet er Action-Figuren die stark im Nehmen sind und übernatürliche Kräfte haben. Diese sind stark und unbesiegbar. Zusätzlich hat er eine große Auswahl an schnellen Autos, Technik, handwerklichen Geräten und anderen Konstruktionsspielen.

Doch was passiert in seinem Inneren, wenn sein Wunsch und die Neugier nach dem pinken Bereich im Spielwarenladen größer ist, als die des blauen scheinbar für ihn bestimmten Bereiches?

Das Spiel ist ein wichtiger Bestandteil für die Entwicklung eines Kindes. Es verbindet im so genannten intermediäre Raum das Innere eines Kindes mit seiner Außenwelt.

Der intermediäre Raum (zu deutsch auch Zwischenraum) vermittelt zwischen innerer und äußerer Welt des Subjekts und ist bedeutend für dessen gesamte Lebensspanne, er erstreckt sich nämlich vom Übergangsobjekt über das kindliche Spiel bis hin zum kulturellen Erleben (vgl. Schäfer, 1995, S.26 ff.).

Quelle

Das Kind lernt sich im Spiel mit dem ihm zu Verfügung stehenden Angebot auseinander zu setzen, indem es das Geschehen, aus seiner Außenwelt, imitiert und für sich nutzt. Dazu wird das Innere (seine Gefühlen und Gedanken) neu verknüpft und für sich genutzt. Hier wird klar wie wichtig es für Kinder ist, ein breites Spektrum an verschiedensten Spielmöglichkeiten zu bekommen, um das passende für seine individuelle Entwicklung zu finden.

Beim Betrachten meiner Fotos läuft mir ein Schauer über den Rücken! Wenn ich daran denke, wie oft ich im Spielzeugladen war und mir noch nie bewusst aufgefallen ist, was für ein Rollenverständnis wir unseren Kindern vermitteln.

Kürzlich aktualisiert

Wo bleibt der Wandel, wo die Entscheidungsfreiheit, wir wollen doch mehr Frauen in Führungspositionen und einfühlsame Familienväter oder etwa nicht?

Von Indiana Jones zu Tomb Raider

Veröffentlicht: April 25, 2013 von p1ng1 in Gender
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Meist genanntes Beispiel für die Veränderung der Rollenverteilung von damals zu heute – von dem „starken Mann“ zur „Powerfrau“.

Das Thema Klischees ist in jeglicher Form in unserer Gesellschaft vertreten, sowohl im Alltag als auch in beruflichen Schienen ist das Thema immer noch präsent. Wir wollen hierbei näher auf Klischees im Bereich Film und Fernsehen eingehen. Wer kennt es nicht? Unrealistisch – ein Auto fliegt durch nur einen Schuss in die Luft oder selbst aus zwei Metern Entfernung trifft der „Böse“ nie den „Guten“ oder kommt immer Sekunden zu spät.

Sicher werdet ihr hier einige Beschreibungen wieder erkennen und auch künftig beim DVD-Abend daran denken und vielleicht auch über die Szenen schmunzeln.

Die Top 5 der Horrorfilm-Klischees:

  • Auf die Frage: “Hallo? Ist da jemand?” Gibt es NIE eine Antwort.
  • Wer “Ich komme gleich wieder!” sagt, stirbt.
  • Gruppen trennen sich immer.
  • Helden haben immer schwerhörige Mitstreiter. “Habt ihr das gehört?” – “Nö.”
  • Auch wenn man das unheimlichste Geräusch hört oder sogar einen Geist sieht, rennt man nicht einfach schreiend aus dem Haus und betritt es nie wieder, sondern will der Sache auf den Grund gehen und geht nochmal extra nachsehen.

Quelle: LTE.cc

Allgemeine Klischees:

  • Helden sind nie Brillenträger, außer zur Tarnung – und dann werden sie auch nie erkannt
  • Die Helden müssen nie auf Toilette und wenn, dann sind sie immer schon fertig
  • Sie erwischen immer noch gerade so den Fahrstuhl und direkt hinter ihnen schließt sich die Tür
  • In Sekundenschnelle lernen die Helden jegliche Technik zu bedienen oder Flugzeuge zu fliegen
  • Nachdem der Held weg ist, kommen die Bösen immer Sekunden später
  • Hauptpersonen geht niemals die Munition aus – wenn sie mal nachladen müssen, bleibt die Herkunft der Reservemunition rätselhaft.
  • Der erste Schuss des Bösewichts geht grundsätzlich daneben.
  • Wenn die Polizei einen Anruf zurückverfolgt, sieht man auf einer Karte eine Leuchtspur, die sich dem Anrufer nähert. Kurz bevor sie ihn erreicht, legt er auf. Perfektes Timing.
  • Wenn der Held jemanden dringend anrufen will, weiß er nach zweimaligem Klingeln, dass die Person nicht da ist.
  • Wenn jemand den Helden anrufen will, lässt er das Telefon immer endlos klingeln, bevor er rangeht/auflegt.
  • Leute am Telefon stellen sich niemals vor und sagen niemals „Tschüss“ oder „Auf Wiederhören“.

Quelle: alles-klischees.de

Sex/Gender:

  • Alle Betten haben spezielle Decken in L-Form: Diese reichen bei der Frau immer bis unter die Arme, beim Mann nur bis zur Hüfte.
  • Alle Frauen stöhnen beim Sex, aber keine schwitzt.
  • Auch wenn zwei sich völlig Fremde im Bett landen, den Orgasmus erreichen sie grundsätzlich gleichzeitig.
  • Frauen haben grundsätzlich glatt rasierte Beine und Achseln – auch in einem Film über Höhlenmenschen.
  • Wenn Frauen mit dem Tod bedroht werden, machen sie sich Sorgen über ihre Nägel oder ihr Outfit.
  • Frauen kämpfen mit anderen Frauen, indem sie sich an den Haaren ziehen, zusammen auf den Boden fallen und sich dort zwei Mal herum rollen.
  • Frauen sind meist zu hysterisch um das zu tun, was der Held des Films ihnen aufträgt.

Interne Umfrage im Wannseeforum zu den Klischees in Film und Fernsehen:

  • wenn sich Paare trennen, sind sie sofort und noch ewig lange befreundet
  • Lebenslange Ehe
  • Happy End
  • Leute gehen ohne zu bezahlen aus dem Restaurant
  • Es werden selten Uhrzeiten vereinbart (wir sehen uns später)
  • schlanker ist schöner
  • spätere Paare können sich anfangs nie leiden

Quelle: rp-online.de

Abschließend kann man sagen, dass sich heutzutage das Bild der Frau in Filmen stark verändert hat. Vom starken Mann, zur dominanten Frau die durch sexapeal glänzt. Filme wie Underworld, Tomb Raider, Resident Evil, Miss Undercover etc. zeigen jeweils ein mediales Klischee der Frau und zeigen sie als HeldIN. Schön, schlank, dominant, sexy Kleidung all das ist als Abbild der „perfekten“ Frau durch die Gesellschaft und die Medien entstanden. Die Medienindustrie hat festgestellt: „Sex sells“ aber ist das der richtige Weg  in der heutigen Zeit,  vom starken, mutigen Mann in das andere Extrem zu wechseln?

P1ng1 in da Houze

Was ist Sexertising?

Veröffentlicht: April 25, 2013 von sarcilli2013 in Gender

 

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Als wir uns in der Gruppe zum Brainstorming zusammen setzten, kamen wir auf das Thema Sexismus in der Werbung und fragten uns, ob das nur Zufall ist oder ob da Berechnung hintersteckt. Wir wollten mehr über das Thema wissen und haben uns zuerst mit der Frage beschäftigt, was eigentlich Sexertising ist.

Sexertising (Sexism/Advertising) ist die sexistische Publizierung in Medien, wie z.B. Internet, TV, Printmedien etc. und die Auferlegung eines Idealbildes von Männern und Frauen in der Werbung.

Uns ist schon des Öfteren aufgefallen, dass in ziemlich vielen Werbungen, der Fokus auf nackte Haut gelegt wird und nicht auf das eigentliche Produkt, dass verkauft werden soll. Wir finden das die anstößigen Werbungen oftmals beleidigend für Mann und Frau sind. Macht euch in dem folgenden Artikel selbst ein Bild davon und lasst uns Wissen, was ihr davon haltet.

Christiane Schmerl hat zahlreiche Studien zur medialen Repräsentation von Frauen in der Werbung im deutschsprachigen Raum vorgelegt. Die typischen „Rezepte“ der Werbung im Umgang mit Frauen hat sie in sieben Punkten zusammengefasst:

1.Frau = Sex: Die Reduktion von Frauen auf Sexualität macht Frauenkörper in der Werbung universal einsetzbar.
2.Frau = Produkt / Produkt = Frau: Frauen werden wie Konsumartikel behandelt und die Artikel sind wie Frauen: jung, schön und unverbraucht.
3.Haushalt = Frau: Haushalt, Kinder und das Verwöhnen des Mannes sind die einzigen und liebsten Beschäftigungen der Frau.
4.Typisch Frau!: Weibliche ‚Schwächen‘ und ‚Laster‘ werden überspitzt: Sie sind fleißig oder raffiniert, tratschsüchtig oder unbeholfen (meist im Umgang mit Technik) .
5.Kosmetische Zwangsjacken: Nicht die normale Schönheitspflege ist gemeint, sondern die permanente Aufforderung, sich für Männer schön zu machen.
6.Emanzipation‘: Die Werbung zeigt, dass ‚Emanzipation‘ – vom Auto bis zur bequemen Kleidung – gekauft werden kann.
7.Männlicher Zynismus: Ein Blick auf die Frau aus der Perspektive von Männer.

Begründung:

Werbung ist ein fixer Bestandteil unseres Alltags. Ob wir sie nun bewusst oder unbewusst beachten, ihre Botschaften fließen in unsere Wahrnehmung ein. Sexistisch ist Werbung dann, wenn sie ein Geschlecht, meistens die Frau, in traditionell beschränkter Funktion, als sexuell verfügbares Wesen oder nur mit stereotypen Eigenschaften darstellt; wenn sie Körper oder Körperteile wie Hintern und Brüste als Blickfang einsetzt und so voyeuristische Instinkte bedient. Sexismus ist letztlich menschenverachtend.

Quelle: „Stoppt sexistische Werbung in Leipzig

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Voyeurische Instinkte als Blickfang

Eine der ersten Stimmen von Seiten der Kosmetik- industrie, die sexistische Werbebotschaften kritisierte und im Gegenzug Vielfalt, Respekt und Selbstwert- schätzung unterstrich, war die viel beachtete Full- Voice-Kampagne von The Body Shop Anfang der 90er Jahre. Plakate von dicken Barbies zeigten da- mals den Zusammenhang zwischen weiblichen Kör- perbildern, Zufriedenheit und dem Selbstwertgefühl von Frauen.

Aber warum sollten große Unternehmen auf Sexismus verzichten !? SEX SELLS ! Ein aktuelles Paradebeispiel ist die „AXE“-Kampagne. Nichts ist immoment heißer diskutiert und dennoch enorm Umsatzstark. Allein im Jahr 2006 erziehlte Unilever mit den „AXE“ Deodorants 71 Millionen Dollar. Zu Beginn der Werbekampagne befragten Marketingforscher weltweit Männer, um herauszufinden,was sie anspricht.

Das Ergebnis : Sex mit nicht nur einer Frau, sondern mit mehreren.

Frauen werden als Liebessklaven, dumm, oberflächlich, leicht gestrickt und plump dargestellt. Jedoch werden nicht nur Frauen, sondern auch Männer sexistisch angegriffen.

Ein normaler Durchschnittsmann kann sich hier leicht unter Druck gesetzt fühlen, da er z.B. mehrere Frauen, die evtl. nicht seinem Idealbild einer Frau entsprechen, gleichzeitig befriedigen muss.

Er wird in ein auferlegtes Männerbild gepresst, dass seinem persönlichen Anspruch an sich selber vielleicht gar nicht entspricht.

Werbung wirkt
Werbung erregt Aufmerksamkeit, schürt neue Konsumbedürfnisse und liefert uns auch gleich ein Bild davon, wie wir sein sollen. Nicht das Produkt selbst, sondern vielmehr die mit dem beworbenen Produkt verknüpften Gefühle, Hoffnungen und Lebensstile sind es, die den entscheidenden Kaufanreiz auslösen. Hier liefert die Werbung mehr als nur Konsumbedürfnisse zu wecken: Sie vermittelt Werte, zeigt Verhaltensmuster, gibt Hilfestellung und Orientierung. Sie bedient sich leicht verständlicher, kulturellen Zeichen, setzt diese neu zusammen und gestaltet unser kulturelles und individuelles Lebens- und Körpergefühl in der Gesellschaft aktiv mit. Werbung prägt bewusst und unbewusst, welche Bilder und Vorstellungen von Frauen, Männer, Mädchen und Buben entstehen und welches Aussehen, welche Verhaltensweisen damit verbunden sind oder sein sollen. Die Werbelogik arbeitet mit einem verzerrten Abbild der Wirklichkeit und konstruiert gleichzeitig ein Vorbild, dem wir uns nur schwer entziehen können.

Die Werbung vermittelt uns Schönheitsideale, Körperbilder, Lebensstile und treibt Menschen zu maßlosen Diätkuren, chirurgischen Eingriffen, lässt sie zu Anabolika und Stereoiden greifen und erhebt die heterosexuelle Mann-Frau-Beziehung zur gesellschaftlichen Norm. Die werblich vermittelte Perfektion kann verengend wirken und im äußersten Fall gesundheitsschädigend sein und krank machen. Wenn das Ideal übernommen wird und gleichzeitig nicht erfüllt werden kann, führt der erlebte Unterschied zwischen dem idealen Fremdbild und dem eigenen Selbstbild bereits im Volksschulalter zu einer Untergrabung des positiven Selbstwert- und Körpergefühls.

Quelle:Werbewatchgroup Wien

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Bild von Mädchen.de

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Der Werbespruch „Männer pfeifen keinen inneren Werten nach“ spiegelt ein sexistisches Männerbild wider. Männern wird Oberflächlichkeit unterstellt, da sie nur am Aussehen von Frauen interessiert wären, triebgesteuert seien und Anerkennung allenfalls durch „nachpfeifen“ ausdrücken können.

Gleichzeitig fordert der Werbespruch Frauen auf, ihren Körper nach vermeintlich männlichen Wünschen zu formen und impliziert, dass ein stereotypes Körperschönheitsideal „machbar“ sei. Frauen wird unterstellt, dass sie diese Form der männlichen Anerkennung („nachpfeifen“) suchen würden. Dadurch kommt auch eine stereotype „Mann-Frau-Beziehung“ zum Ausdruck: Männer sind nur am Aussehen von Frauen interessiert, Frauen passen sich dem an.
Aus den genannten Gründen (Bedienung von Vorurteilen über Frauen und Männer) ist diese Werbung als sexistisch einzustufen.

Quelle: Werbewatchgroup Wien

Bleiben wir beim Thema Mann: Auch sie werden in Werbungen sexistisch dargestellt. Sie werden in Rollen gedrängt, wie z.B. der Loser, der Macho, der Schläger, der Ernährer, der Workaholic etc.

Es wird keine Rücksicht auf Homosexualität genommen, denn ihr Gegenspieler ist immer eine Frau. Homosexualität, egal ob unter Männern oder unter Frauen ist und bleibt ein Tabuthema in der Werbung.

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made by SarCilli 😉

Ein Kind gehört zur Mutter!

Veröffentlicht: April 25, 2013 von chrismo584 in Uncategorized
Foto von liborius / Flickr.com (CC BY-NC 2.0)

Foto von liborius / Flickr.com (CC BY-NC 2.0)

„Ein Kind gehört zur Mutter!“
Wie wirkt diese Aussage auf Dich?  Glaubst Du, dass Emanzipation in beide Richtungen funktioniert? Wir haben uns damit befasst, wie diese Aussage heute bewertet wird und ein wenig nachgeforscht, wie es dazu kommen konnte.

Bei unserem täglichen Kommunikationshürdenlauf durch Vorurteile geraten wir argumentativ an so manche Grenze. Grenzwertig sind Vorurteile allemal. Einmal verfestigt im Bewusstsein einer meinungsbildenden Mehrheit verbreiten sie sich mitunter wie ein Lauffeuer und halten sich oft über Generationen.
1871, als das  Deutsche Reich gegründet wurde, galt der Grundsatz, dass ein Kind der „erzieherischen Gewalt“ des Vaters untersteht.
Das galt in gleicher Weise für die mit dem Vater verheiratete Frau.
Heute nennt man das „klassisches Rollenmodell“

Ab 1933 wurde ein Kind vorzugsweise der Mutter zugesprochen. In dem vorherrschenden ideologischen Leitbild jener Zeit eine praktische Maßnahme. Berücksichtigt man die Faktoren „Kriegstreiberei“ und „Verhütungsverbot“, kann man schnell Gründe finden, welcher Vorteil sich daraus ergibt (genialer Geschichtsabriss -> kuckst Du hier!).

Nach den Veränderungen der späten 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts in der Bundesrepublik gab es immerhin schon 1980 eine „Reform der elterlichen Sorge“, bei der erstmals von „Sorgerecht“ gesprochen wurde. Klagende Väter von „Bastarden“ hatten allerdings keine Chance. Sagte die Mutter „Nein“, wurde eine Klage auf gemeinsame Sorge generell nicht zugelassen.
Das Recht auf gemeinsame Sorge hatten hier nur Väter, die die Mütter auch geheiratet (und damit mitversorgt) haben.
(Gebratener Storch – oder zumindest ein Gedanke, der entsteht: Wenn Gesetze Frauen schützen, vor allem vor Verarmung, spricht man dann von „Patriarchat“?
Und gleich noch so einer: Wenn Frauen ihre gesetzliche Sicherheit aufgeben, geht es dann um Freiheit?
Lust auf Diskussion?)
Die DDR war hier fortschrittlicher und führte die gemeinsame Sorge beider Eltern unabhängig von deren Status kurz nach ihrer Gründung ein.

Immerhin, im Jahre des Herrn 2010 hat der EuGH – nachdem ein Vater über die Kindheit seines Sprösslings hinaus geklagt hat – entschieden, dass das deutsche Sorgerecht gegen Artikel 6 der
europäischen Menschenrechtskonvention verstößt.
Kurz zuvor erkannte das BVG, dass § 1626 nicht  mit unserem Grundgesetz konform geht.
Gesetze aus dem Jahr 1933 haben halt immer wieder einen faden Beigeschmack.
Und die Mühlen der deutschen Justiz mahlen langsam.
Aber sie mahlen!

Denn siehe da, am 01.02.2013 wurde ein reformiertes Sorgerecht , das den Gegebenheiten unserer Zeit näherkommt, ratifiziert. Im Sommer 2013 soll es dann verabschiedet werden.

Zurück zum Klischee: Man meint oft, dass die anderen meinen, ein Kind gehört zur Mutter. Die Mutter trägt es aus, stillt es und umsorgt es.
Tatsache ist, dass ein Kind immer seltener in eine bestehende Ehe hineingeboren wird.
Auch wird behauptet, dass ein Kind von seiner Mutter Liebe, Nahrung und Wärme möchte, während es von seinem Vater lediglich wissen möchte, wo seine Mutter ist.

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gefunden bei Facebook

Diskussionswürdig?
Fragwürdig!

Aus unserer Sicht handelt es sich um ein Vorurteil, das so weit verbreitet ist, das sowohl Frauen als auch Männer davon überzeugt sind.

Gehört ein Kind zur Mutter?

In Interviews innerhalb der Gruppe haben wir versucht herauszufinden, wie weit dieses Vorurteil bei uns verwurzelt ist. Immer wieder wurde während unserer Befragung geäußert, dass ein Vater mit einem Kinderwagen einen anderen Eindruck macht als eine Mutter in der gleichen Situation. Der Kopf braucht oft länger…

Die häufigste Äußerung war dahingehend, dass man situationsbedingt entscheiden muss, der Vater aber generell das gleiche Recht wie die Mutter hat. Dass die Realität anders aussieht, empfinden durchweg alle als ungerecht. Das klingt objektiv. Selbst das Paritätsmodell war eine häufig akzeptierte Form, Umgang und Sorge zu regeln. Eine Bestätigung des Klischees gab es nicht. Aber wir haben weitergefragt: Wie verhält es sich, wenn es einen selbst betrifft? Und hier taten sich die ersten größeren Unterschiede zur vorherigen Neutralität auf. So waren viele der Meinung, dass in ihrem Fall die Kinder eher zur Mutter wollen würden. Man muss dazusagen, dass unsere Gruppe überwiegend aus Frauen bestand. Wir befragten durch alle sozialen Schichten hindurch und haben – leider nicht repräsentativ – immer wieder Hinweise darauf gefunden, dass die eigene Erfahrung eine gewaltige Rolle bei der Entscheidung spielt. Das animierte uns dazu, tatsächlich von den Befragten zu verlangen, sich in die Rolle des Kindes zu versetzen. Und hier stellte sich der klare Trend – unabhängig von Herkunft usw. – heraus, dass Frauen eher zu ihrem Vater gegangen wären und Männer zu ihrer Mutter.

Wir haben leider nicht die Zeit, weiter nachzufragen, zu vertiefen, zu spezifizieren, werden aber, sobald sich die Möglichkeit ergibt, berichten, was sich ergeben hat.

Vielleicht mag ja der eine oder andere ein Statement dazu abgeben. Persönliche Daten werden weder veröffentlicht noch weiterverwendet in irgendeiner Form.

Quelle

Ergebnis Audiowerkstatt

Veröffentlicht: April 26, 2013 von wannseeforum Fachbereich Neue Medien in Audio
[audio http://wannseeforum.podspot.de/files/Hoerspieltraum_Final_compr.mp3|titles=Ein Hörspieltraum]

Download MP3 (9,7 MB)

Wir wurden in die Audiowelt eingeführt. Einige von uns hatten schon gute Vorkenntnisse andere widerum weniger. Wir alle empfanden die Audiowerkstatt als vollen Erfolg, in der wir mit viel Spaß Wissen vermittelt bekommen haben.

Mit Programmen wie Garage Band konnten wir Töne schneiden und bearbeiten, mit Mic Active und H2 Handy Recorder  haben wir über ein Mikro unsere Aufnahmen eingespielt und für die Sound Maschine war das Programm Drum Computer verantwortlich.

Das Ergebniss kann sich hören lassen eine hervorragende Arbeit zum Thema: “ Ich höre was, was du nicht hörst“. Unsere kreative Arbeit die wir mit viel auditiver Sensibilisierung produziert haben, ist eine Mischung aus Hörspiel und Soundcollage.

Impressionen

Veröffentlicht: April 25, 2013 von planeto2013 in Doku, Impressionen

Bilder von Mehmet

Wannseeform April 2013

Bilder von Mehmet

 

Galerie  —  Veröffentlicht: April 25, 2013 von planeto2013 in Doku, Weblog

Video-Gruppe

Veröffentlicht: April 25, 2013 von p1ng1 in Doku, Video

Bilder von Mehmet

Interview mit Claudia

War das Videoprojekt dein Erstwunsch und wie fühlst du dich in der Gruppe?
Ja es war es war mein Erstwunsch und ich fühle mich im großen und ganzen sehr gut, wir haben eine sehr nette Anleiterin, sie ist sehr sympathisch und hat uns gut angeleitet. Besonders Spaß hat natürlich das Filmen gemacht.

Habt ihr am ersten Tag schon gewusst, wie euer Endprodukt aussehen wird?
Also wir haben ja als Thema „das Klischee“ und haben dann eigentlich relativ frei gearbeitet. Was gibt es so für Klischees und wie finden wir die? Dann haben wir bestimmte Bevölkerungsgruppen genommen und mehr will ich aber noch nicht verraten.

Ok. Wie ist das Mann/Frau Verhältnis bei euch?
Wir haben acht Frauen und einen Mann bei uns.

Was habt ihr für Equipment?
Wir haben zwei Kameras und da sind auch gleichzeitig die Tonträger dran. Pro Kameramann gibt es auch immer einen Tonträger.

Heute ist der vierte Tag in der Gruppe. Habt ihr euer Filmmaterial jetzt fertig, so dass ihr jetzt ans Schneiden könnt?
Ja, wir haben gestern alles im Kasten gehabt. Wir dachten erst, dass kriegen wir gar nicht so gut hin von der Zeit her, aber das hat dann noch sehr gut geklappt alles. Und heute geht’s dann ans Schneiden.

Mit welchem Programm arbeitet ihr?
Mit Final Cut Express.

Was nimmst du für dich aus dieser Woche mit?
Also ich weiß jetzt, dass ich lieber hinter der Kamera stehe (lacht). Ich habe hier sehr die Ruhe zwischendrin genossen und fand es ein tolles Arbeitsklima, weil man eben immer Abwechslung zwischen Arbeit und Erholung hatte. Und die Gemeinschaft fand ich sehr toll.

Interview von Mehmet / WeblogGruppe

Und hier noch ein Video hinter den Kulissen:

Hinter den Kulissen-Video Gruppe from wannseeFORUM on Vimeo.

Audio-Gruppe

Veröffentlicht: April 25, 2013 von planeto2013 in Audio, Doku

Fotos von Mehmet

Interview mit Janina

Hallo, wie geht’s dir denn so in deiner Gruppe?

Sehr gut, es macht richtig viel Spass.

Habt ihr denn heute, am zweiten Tag in eurer Gruppe, einen Plan den ihr verfolgt, oder seid ihr noch mit der Ideenfindung beschäftigt?

Nein, also wir haben gestern schon den kompletten roten Faden erstellt, also sozusagen die Story geschrieben, also Storyboard nennt sich das ja, so haben wir gestern mit Brainstorming eine Geschichte erarbeitet, also das steht jetzt alles und heute haben wir angefangen die Rollen und die Szenen zu verteilen, wer spricht was, was muss aufgenommen werden und welche Töne kriegen wir zum Beispiel aus dem Internet und welche können wir einfach so auf der Strasse aufnehmen und der Gleichen. Dann wurden wir in die Technik der Aufnahmegeräte eingeführt, also wie nehme ich am besten auf, worauf muss ich achten, so die ganzen Kniffs und Tricks halt, da haben wir eine sehr gute Einführung bekommen. Und jetzt hat sich die Gruppe nochmal in drei Untergruppen gesplittet und jetzt werden halt die Sounds aufgenommen (holt Luft).

Ok, worum wird es denn in euerm Projekt gehen?

Wir wollen ja nicht zuviel verraten, aber es ist so eine Art Hörspiel, aber nicht so eine Art Hörspiel wie man es so eigentlich kennt, also ein andere Art von Hörspiel, also so würde ich es jetzt einfach mal beschreiben.

Das klingt spannend. Und was wird morgen bei euch passieren?

Morgen werden wir dann die Töne und die ganzen Sounds, die wir heute aufgenommen haben, natürlich bearbeiten und schneiden, und der Story entsprechend sortieren und ein Gesamtwerk daraus machen.

Was denkst du aus dieser Woche lernen zu können?

Weil ich so gar keine Vorerfahrung hatte, lerne ich hier für mich persönlich mit diesem Audioschnittprogramm umzugehen und überhaupt über Audio generell, aber vor allem auch wie es ist, mit einer anderen Gruppe zusammen zu arbeiten, weil das hier ja Klassenübergreifend ist, so ist es natürlich mal eine ganz andere Atmosphäre, da sprudeln nochmal ganz neue Energien mit rein und das macht die ganze Sache natürlich nochmal interessanter (holt wieder Luft).

Alles klar, danke für das Gespräch und viel Spass noch.

Ja gerne, den wünsch ich dir auch.

Interview von Mehmet / WeblogGruppe

Theater-Gruppe

Veröffentlicht: April 25, 2013 von planeto2013 in Doku, Theater

Fotos von Mehmet

Interview mit Nicole

 

War es dein Erstwunsch in die Theatergruppe zu kommen?                                                                                                                                                                                                                              Ja.

Dementsprechend fühlst du dich wohl?
Ja sehr.

Heute ist der dritte Tag in eurer Gruppe, was habt ihr denn bisher gemacht?
Wir haben viele Übungen gemacht, wie man sich auf der Bühne verhält, wie man Sprache, Mimik und Körperhaltung miteinander verbindet und sind dann auf die verschiedenen Rollen eingegangen, die wir uns vorab überlegt haben.

Wann standen denn die Rollen fest?
Gleich am ersten Tag hatten wir schon ganz viele Ideen und die Rollen finden können.

Habt ihr auch am ersten Tag schon ein fertiges Stück konzipiert?
Nein, wir hatten erstmal nur einzelne, unabhängige Szenen und Ideen.

Beim Theater ist die Gruppenharmonie ja sehr wichtig. Wie ist die bei euch?
(lacht) Bis heute war sie sehr gut, wir haben viel Respekt füreinander, keiner wird ausgelacht, man kann so sein wie man will und spielen wie man möchte. Nur jetzt gerade bei der Einteilung gab es ganz kurz eine angespannte Stimmung, aber die ist ganz schnell wieder verflogen.

Wie versteht ihr euch mit eurem Gruppenleiter?
Er ist total locker und offen, hat gute Ideen, gibt uns immer wieder Tips. Er ist einfach ein Profi.

Habt ihr auch ein Bühnenbild entworfen?
Also wir arbeiten natürlich mit Requisiten und müssen das nehmen was hier ist. Wenn wir kein Podest haben, dann bauen wir uns eins aus anderen Sachen , die so aussehen könnten. Aber wir haben hier jetzt nicht die komplette Vollausstattung für ein perfektes Bühnenbild.

Was nimmst du für dich aus dieser Wannseewoche mit?
Ich konnte hier jetzt einige besser kennenlernen, also aus der anderen Klasse und dass man andere Menschen, die man nicht wirklich kennt, nicht vorher schon immer in eine Schublade stecken sollte.

Bist du schon aufgeregt wegen der Aufführung?
Gar nicht, ich freue mich total drauf.

Ok, vielen Dank und noch viel Spass.
Danke, dir auch.

Interview von Mehmet / WeblogGruppe

Ergebnis Schwarzweißfotografie

Veröffentlicht: April 25, 2013 von wannseeforum Fachbereich Neue Medien in Foto

Wir wurden fachmännisch in die Technik der manuellen Kameras eingeführt. Alles muss manuell eingestellt werden und die Ergebnisse sind nicht gleich sichtbar. Nachdem sich jeder mit dem Thema auseinandergesetzt hat, entwickelten wir einzelne Konzepte und Visualisierungsmöglichkeiten zu denen jede Arbeitsgruppe individuell gearbeitet hat.

Dann durften wir endlich loslegen und unsere Fotos von unseren Inszenierungen schießen. Als wir damit fertig waren ging es erst so richtig los. Wir haben die beleuchteten Filme in kompleter Dunkelheit in eine Entwicklungsspule gefädert und entwickelt. Dazu wird die Spule mit Chemikalien behandelt.

Nun war der Weg zum fertigen Foto nicht mehr weit entfernt. Die Filme wurden getrocknet, geschnitten und mit einer Lupe auf dem Leuttisch ausgewählt. Dann wurden die ausgewählten Bilder in einem nexten aufwendigen Prozess im Labor bei Rotlicht vergrossert und entwickelt. So jetzt nur noch trocknen lassen und ausstellen.

Viel spaß beim betrachten unsrer Ergebnisse.